Review: „Ravensword: The Fallen King“ Oblivion für die Hosentasche?

Mit Ravensword: The Fallen King, kommt das erste westliche Rollenspiel in kompletter 3D Grafik auf unser iPhone & iPod Touch. Trotz etlicher Mängel kann das Spiel der Macher Crescent Moon Games überzeugen und beweist mit seinem Umfang, dass  nicht nur Minigames den Weg in den iTunes Appstore finden. Was hauptsächlich 2 Männer in 7 Monate Entwicklungszeit vollbracht haben, könnt ihr hier lesen!

Das Spiel:

Die Story ist recht schnell erzählt. Finde das Ravensword um im Castle Ravengard die bösen Demonen zu besiegen, die den König gefangen halten, von dem man im Town of Aven schon lange nichts mehr gehört hat. Erledige dazwischen etliche Main- & Sidequests. Ihr merkt, Englischkenntnisse können in diesem Spiel von Vorteil sein, denn andere Sprachen werden derzeit noch nicht angeboten. Allerdings sind die Dialoge meistens recht einfach gehalten, sodass auch notorische Schulschwänzer keine Probleme haben dürften. In Ravensword: The Fallen King bewegt sich der Protagonist in einer offenen Welt, wie wir sie von den RPG Klassikern, Oblivion & Morrowind, gewohnt sind.

Grafik:

Ja, schon wieder handelt es sich um ein Rollenspiel in einer mittelalterlichen Kullisse. Als ob den Entwicklern nichts neues mehr einfiele. Findet man sich einmal mit diesem „…und täglich grüsst das Murmeltier“-Punkt ab, hat man ein zweischneidiges (Raben)Schwert vor sich liegen. Einerseits wirkt die Grafik etwas altbacken und man weiss, dass iPhone / iPod Touch mehr zu leisten vermögen, andererseits sind die Abschnitte riesig im Vergleich zu anderen iPhone OS Apps und man hat tatsächlich das Gefühl, sich in einer offenen Welt zu bewegen. Die Grafik Engine bietet sogar leichte Physikeffekte indem sich manchmal Objekte, wie Fässer oder Kisten schieben lassen. Im Menü lässt sich die Transparenz der Bedienelemente einstellen. Schatten und Vegetation lassen sich sogar abschalten – das könnte das ein oder andere Bild pro Sekunde auf schwächeren Geräten herauskitzeln. Auf einem iPhone 3GS merkt man hingegen kaum einen Unterschied.

Sound:

Ohrwürmer sollte man sich in Ravensword: The Fallen King keine erwarten. Dafür gibt es auch keine nervigen Sounds sondern durchwegs nette und angenehme Loops, die sich leider einen Tick zu früh und merklich wiederholen.

Steuerung:

Da gibt es kaum etwas zu meckern. Alle Bedienelemente befinden sich an logischen Plätzen auf dem Bildschirm. Es ist viel drauf ohne überladen zu wirken. Lediglich die Taste zum Springen wirkt ein wenig unnötig, da es nie Passagen gibt, die den Spieler zum Springen zwingen. Das gesamte Layout lässt sich übrigens in den Einstellungen ausblenden. Eine noch höhere Steuerungssensibilität wäre wünschenswert gewesen.

Gegner:

Angefangen von Ratten, Kobolden, Imps über Wildschweine, Skelette, Wölfe, Eisbären und einigen mehr.

Humor:

Abgesehen von der Motivation Quests zu lösen, neue Welten zu entdecken und in den nächsten Level aufszusteigen, macht es auch Freude zu sehen, was sich die Entwickler für Spässchen erlaubt haben. Tipp: Achtet auf jede Gegenstandsbeschreibung und sprecht mit jeder Figur in der Stadt, manches regt zum Schmunzeln an.

Vorbildlich:

Das Spiel speichert jederzeit! Egal ob ihr selbst die Home Taste drückt oder ihr einen Anruf bekommt, ihr fangt haargenau dort an, wo ihr unterbrochen wurdet.

Bugs:

Leider hat sich auch schon ein Fehler bemerkbar gemacht. Die Anzeige für die Angrifsstärke bleibt auf 15 stehen. Man kann das Spiel so zwar auch durchspielen, da sich alle anderen Attribute mit jedem Levelaufstieg erhöhen aber dadurch wird das Spielvergnügen etwas geschmälert.

Fazit:

Falls ihr auch nur im geringsten Ausmasse Fans von westlich angehauchten RPG seid und auch schon Oblivion & Morrowind gezockt habt, dann könnt ihr auch hier getrost zugreifen. Leuten die Angst haben, es könnte zu kompliziert sein, kann ich Ravensword: The Fallen King stark anraten, da man sich sehr schnell einlebt und auch die kurze Spielzeit niemanden zwingt 100 Stunden daran zu sitzen.

Link: Ravensword: The Fallen King (5,49€)

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